„Über uns“ zu schreiben, ist verbunden mit Trauer und Wehmut, aber auch mit schönen Erinnerungen. Im Laufe der Jahrzehnte sind einige afghanische Windhunde über die Regenbogenbrücke gegangen. Von daher habe ich den tabellarischen Lebenslauf gewählt, das fällt mir leichter.
Mein Mann Bernd und ich schätzen den afghanischen Windhund wegen seines einzigartigen Wesens: einfühlsam, unaufdringlich, aber auch verschmust, im Haus angenehm ruhig. Aber draußen, sei es im Garten oder auf Straßen und Wegen immer aufmerksam. Faszinierend durch seine Erscheinung, stolz und unnahbar. Es hat viele Situationen und Ereignisse gegeben, wo gerade ihr einfühlsames Wesen Balsam für die Seele war.
Unsere Hunde sind in aller erster Linie Familienmitglieder. Wir genießen es, mit Ihnen lange Spaziergänge zu machen oder Rad zufahren. Ich kann wunderbar abschalten, wenn ich mit ihnen in den Feldern unterwegs bin. Stress baue ich damit ab, erzähle ihnen von den Widrigkeiten des beruflichen Alltags, sie geben ja keine Widerworte und wenn ich dann wieder zu Hause bin, sieht die Welt schon wieder viel anders aus.
Unsere Afghanen sollen dem Standard möglichst vorzüglich entsprechen, aber auch in der Lage sein, Leistung, wie sie die Standardformulierung fordert, und wofür sie einst selektiert wurden, bringen zu können. Ohne Übertreibung. Schönheit und Leistung ist für uns kein Wochenendpreis nach Punkteschema. Sondern: Schönheit ist die Reinerhaltung einer Rasse nach Standard, Leistung ist die Gesunderhaltung einer Rasse. Nicht mehr und nicht weniger.
Man sollte des Ehrgeizes wegen die Rasse züchterisch nicht verändern, weder in die eine, noch in die andere Richtung. Das hat bekanntlich manchen Rassen schon großen Schaden zugefügt.
Roswitha Müller
1961
Cherry, mein erster Afghane.
Meine Mutter und mein älterer Bruder waren berufstätig.
Cherry war immer da. Sie war mein und ich ihr ein und alles.
Durch sie lernte ich die Rasse lieben in allen seinen Eigenheiten.
1971
Mein gerade verheirater Bruder kaufte Varus d'el Chodscha Saba
1976
Auch ich habe geheiratet und zog in die Niederlande.
Im November bekam ich als Zweitbesitzer die erst 9 (!) wochen alte Cissi van Liebertiehof.
1977
Bouchara el Basra bekam ich als 5. Besitzer mit 9 monaten.